Unternehmensbesuch Ensinger

Veröffentlicht am 06.09.2013 in Pressemitteilungen

Im Rahmen ihrer Mittelstands- und Wirtschaftstour waren der Landtagsabgeordnete Florian Wahl und der Bundestagskandidat der SPD Dr. Joachim Rücker am Donnerstag, den 5. September, zu Besuch im Unternehmen „Ensinger“ in Nufringen, um sich vor Ort einen Eindruck des Kunststoffunternehmens zu bilden.

Besonders wichtig war es den beiden SPD-Politikern dabei, auf die aktuelle wirtschaftliche Situation und die zentralen Anliegen des Familienunternehmens einzugehen.

Das Unternehmen Ensinger verarbeitet Kunststoffe zu Compounds, Fertigteilen, Profilen und Halbzeugen.

Florian Wahl erklärte: „Mir ist es ein besonderes Anliegen mit Herrn Dr. Joachim Rücker das direkte Gespräch mit den Unternehmen vor Ort zu führen. Gerade hier im Kreis Böblingen gibt es mehrere innovative mittelständische Unternehmen, deren Anliegen wir sehr ernst nehmen. Nur aufgrund verantwortungsvoller Unternehmer wie gut qualifizierter und motivierter Angestellter, ist unser Land wirtschaftlich so stark“.

Die Geschäftsführer des Familienunternehmens Ensinger formulierten folgendermaßen ihre Erwartungen an die Politik: Geschäftsführer Klaus Ensinger „Es freut uns, wenn Politiker Unternehmen besuchen, um einen Einblick in die Wirtschaft zu bekommen. Wichtig ist, dass die Politik die Dinge weiterführt, die erfolgreich sind.

Dazu gehören gute Bildungsangebote. Das Duale System und die Hochschullandschaft in Deutschland sind für ein mittelständisches Unternehmen wie Ensinger von großer Bedeutung.“

Geschäftsführer Dr. Roland Reber: „Als Familienunternehmen spüren wir generell eine positive Resonanz in der Öffentlichkeit, wir werden als Rückgrat der Wirtschaft betrachtet.“

Miriam Fiedler: „Beständigkeit kommt wieder in Mode, die Menschen sehnen sich nach Stabilität.“

In diesem Kontext betonte Dr. Joachim Rücker: „Die Ziele des Wahlkreises haben für mich Priorität. Die Region braucht eine starke Infrastruktur. Es geht gewiss nicht nur um Strassen, aber wir müssen den Ausbau der Autobahn A81 vollenden, außerdem setzen ich mich für den Weiterbau der B 464 bei Horzgerlingen und den Lückenschluss bei Magstadt ein. Einer Einführung der Vermögenssteuer als Substanzsteuer kann ich nicht zustimmen. Das Produktivvermögen muss bewahrt bleiben, damit die deutsche Wirtschaft stark bleibt. Deshalb hat auch die Landesregierung von Baden-Württemberg jegliche Pläne für eine Substanzbesteuerung ausgeschlossen.“

Florian Wahl: „Wir brauchen einen handlungsfähigen Staat, deshalb ist eine Haushaltskonsolidierung notwendig.“

Die Aufarbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise
Bezüglich der Aufarbeitung der Finanz- und Wirtschaftskrise äußerten sich die Gesprächspartner folgendermaßen: Dr. Roland Reber: „In der Finanz- und Wirtschaftskrise haben uns die Unternehmensstruktur und die Kurzarbeit geholfen. Der Umsatz liegt inzwischen wieder deutlich über dem Vorkrisenniveau. Wir verzeichnen ein kontinuierliches leichtes Wachstum, aber es gibt auch Unsicherheit. Jeder spürt, dass die Krise möglicherweise noch nicht endgültig ausgestanden ist.“

Klaus Ensinger: „Die Finanzkrise war möglich, weil es im angloamerikanischen Raum nach der Deregulierung kein gut funktionierendes Finanzaufsichtssystem mehr gab. Diese Regelungsdefizite müssen unbedingt aufgehoben werden.“
Dr. Joachim Rücker: „Die Bürger erwarten zu Recht eine Aufarbeitung der Bankenkrise, die Regulierung dauert zu lange. Unabhängig davon ist es positiv, dass die Experten heute mehr Pragmatismus zeigen. Es gibt nicht mehr den Konflikt zwischen Staats- und Marktgläubigkeit. Die Zeit der ideologischen Grundsatzdebatten ist vorbei.“

 
 

 

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