Quo vadis SPD

Veröffentlicht am 29.07.2019 in Ortsverein

Kai Marquardt, Rolf Scherer, Christiane Knauf, Bärbel Sonnenmoser, Beate Bartholomä und Andreas Stoch (v.l.n.r.).

Bei sengender Hitze traf sich der Stadtverband der SPD Böblingen mit dem Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg und Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag Andreas Stoch, um die Frage: „Wohin steuert die SPD?“ zu diskutieren.

 

Mit einem kurzen Rückblick auf die Kommunalwahl startete die Veranstaltung. In seiner Wahlanalyse fand Kai Marquardt (Vorsitzender Jusos AG Sindelfingen & Böblingen) klare Worte: „Auch wenn wir weiterhin klar über dem Landesdurchschnitt liegen, können wir mit dem Ergebnis der Wahl nicht zufrieden sein. Sowohl der Bundestrend als auch die Tatsache, dass 3 neue Fraktionen in den Gemeinderat eingezogen sind, haben uns stark getroffen.“ Dabei machte Kai Marquardt jedoch deutlich: „Die Zahlen zeigen keinerlei Korrelation zu AfD Wahlergebnissen. Wir dürfen uns nicht einreden lassen, dass wir den Rechtspopulisten in irgendeiner Weise hinterherlaufen müssen. Hier müssen wir klare Kante zeigen.“

 

In seinem Impulsvortrag und der anschließenden Diskussion verwies Andreas Stoch (Landes- und Fraktionsvorsitzender im Landtag) kurz auf die historischen Erfolge der deutschen Sozialdemokratie. Er betonte jedoch, dass die SPD nicht für vergangene Erfolge, sondern für ihre Antworten auf die Fragen und Probleme der Zukunft gewählt wird. Ob es um die Mobilität der Zukunft, bei der die SPD für einen attraktiven und bezahlbaren ÖPNV steht, oder um die Digitalisierung, und die damit verbundenen Fragen der Weiterbildung und Qualifizierung, geht. „Digitalisierung ist mehr als nur das Verlegen von Breitbandkabeln.“ gibt Andreas Stoch zu bedenken und ergänzt „80% der heutigen Grundschüler werden später einmal in einem Beruf arbeiten, den es heute noch nicht gibt“.

 

Dabei macht er klar, dass die SPD für einen handlungsfähigen Staat steht. Ob es um Bezahlbaren Wohnraum, die Zukunft der Pflege oder eine sozial-ökologische Wende geht, bei der alle mitgenommen werden müssen. „Die SPD muss wieder für ihre Inhalte wahrgenommen werden. Dazu gehört auch, dass die SPD geschlossen und selbstbewusst hinter den getroffenen Entscheidungen steht und gemeinsam an einem Strang zieht.“ Und „Alle mitnehmen, ist weiterhin ein Anspruch, den wir haben müssen. Hierbei müssen wir insbesondere an die kleinen und mittleren Einkommen denken.“ Empfiehlt er mit Blick auf die Zukunft der SPD.

 

Christiane Knauf, Vorsitzende des Stadtverbands der SPD Böblingen, fasste in ihrem Schlusswort die anregende Diskussion zusammen: „Wir müssen für ein neues Miteinander eintreten und ein Bild für eine lebenswerte Gesellschaft der Zukunft entwerfen, das Gemeinwohl und die Daseinsvorsorge dabei im Blick behalten, gegebenenfalls regulierend eingreifen. Langfristig muss das Gefühl der Sicherheit und des Wohlstands wieder wahrgenommen werden.“ Die SPD Böblingen wird diesen Diskurs fortsetzen.

 
 
 

 

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